Stromanbieter kündigen

Stromanbieter – Kündigen und Wechseln

Angesichts der permanenten Erhöhungen der Energiepreise liegt für viele Verbraucher das Stromanbieter kündigen und der Wechsel zu einem anderen Versorger nahe. Damit der Wechsel allerdings reibungslos über die Bühne geht, sollte man sich vorab gründlich informieren. Die Kündigung des alten Vertrags übernimmt im Regelfall der neue Anbieter. Haben Sie sich für einen neuen Stromanbieter entschieden und den Vertrag unterschrieben, kümmert sich der neue Versorger um alles Weitere. Den alten Stromanbieter kündigen müssen Sie dann nicht mehr selbst. Aufgrund dieser Formalitäten dauert der Wechsel in der Regel sechs bis acht Wochen.

Wann sollte ich eigenhändig dem Stromanbieter kündigen?

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, selbsttätig das Stromanbieter kündigen vorzunehmen. Von diesem Recht sollten Sie dann Gebrauch machen, wenn der bisherige Stromanbieter die Preise erhöht hat. Denn in diesem Fall besteht für alle betroffenen Stromkunden ein Sonderkündigungsrecht. Stromversorger sind gesetzlich verpflichtet, Preisänderungen mit einem Vorlauf von sechs Wochen anzukündigen. Da die Kündigungsfrist einen Monat beträgt, haben Verbraucher nach Erhalt des Schreibens etwa zwei Wochen Zeit, um den alten Stromanbieter zu kündigen. Bei der regulären Kündigung können sich die Kündigungsfristen hingegen unterscheiden. Denn während in der Grundversorgung eine Kündigungsfrist von einem Monat gesetzlich vorgeschrieben ist, unterscheiden sich die Tarife am freien Markt wesentlich voneinander. Manche Stromtarife können jederzeit gekündigt werden, andere haben wiederum eine längere Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist. Will man den Stromanbieter kündigen, sollte man diese Fristen unbedingt beachten.


Auf welche Formalitäten muss man beim Stromanbieter kündigen achten?

Damit die Kündigung des Stromanbieters anerkannt wird, müssen Sie sie schriftlich einreichen. Dabei gilt der Eingangsstempel als ausschlaggebendes Datum der Kündigung. Am sichersten ist dabei die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein oder Fax. Eine Kündigungsbestätigung sollte zusätzlich angefordert werden. Möchte man seinem Stromanbieter kündigen, sollte das Schreiben neben Namen und Anschrift auch die Zählernummer und den Zählerstand enthalten. Im Falle einer Sonderkündigung sollte zudem auf den Kündigungsgrund hingewiesen werden. Informationen wie Kundennummer, Zählernummer und Zählerstand finden Sie auf der letzten Stromrechnung. Achtung: Dem Stromanbieter kündigen kann nur der namentlich gemeldete Stromkunde. Handelt es sich um eine Wohn- oder Lebensgemeinschaft, kann der Vertrag auf dem Namen einer oder mehrerer Personen laufen. Der Vertragspartner sollte im Schreiben genau benannt werden, denn sonst kann dem Stromanbieter nicht gekündigt werden.

Stromanbieter kündigen: Fristen beim Wechsel beachten

Wenn Sie Ihrem Stromanbieter kündigen wollen, sollten Sie die Fristen immer im Auge behalten. Denn nicht immer beträgt die Kündigungsfrist einen Monat. Einige Tarife haben eine Mindestlaufzeit von 12 oder gar 24 Monaten, sodass in dieser Zeit lediglich bei einer Preiserhöhung gekündigt werden kann. Ein Hinweis: Bei einem Umzug muss man diese Fristen nicht beachten, denn in diesem Fall endet das Vertragsverhältnis automatisch zum Auszugsdatum. Hier sollte der Zählerstand beim Auszug besonders sorgfältig notiert werden, damit der ehemalige Versorger eine korrekte Abrechnung liefern kann. Wenn Sie aufgrund eines Umzugs dem Stromanbieter kündigen, müssen Sie ihm auch die neue Adresse für die Übersendung der Endabrechnung übermitteln.